Kinder lernten das Moor kennen

Max Ruf erklärt den Kindern, welche Tiere im Moor leben. Foto: NP
Max Ruf erklärt den Kindern, welche Tiere im Moor leben. Foto: NP

Er ist in Nürnberg geboren, in Gsteinach aufgewachsen und heute anerkannter ehrenamtlicher „Moor-Ranger“: Max Ruf. Im Hauptberuf Systembetreuer für die Daten-verarbeitung verbringt der Umweltschützer jede freie Minute im Schwarzenbrucker Moor. Zur Entspannung, aber auch, um das 9,8 Hektar große einzigartige Naturschutzgebiet zu pflegen, zu erhalten und in Wanderungen vor-zustellen.Für die evangelischen Schwarzenbrucker Kindertagesstätte „Ein Haus für Kinder“ hatte Ruf eine solche Wanderung durch das Moor kindgerecht vorbereitet: Die Kleinen lernten vor Ort die Pflanzen- und Vogelwelt kennenlernen; Rufs Bilder zeigten Blesshuhn, Kleiber, Eisvogel, Buntspecht und einen ganz seltenen Vogel, die Bekassine, die einen ganz langen schmalen Schnabel hat.Von den Pflanzen ist neben dem fleischfressenden Sonnentau insbesondere die Sumpfkalla zu erwähnen, eine weiß blühende, aber übel riechende Wasser-pflanze, deretwegen das Naturschutzgebiet überhaupt eingerichtet wurde.„Die Kinder sollen lernen, sich im Moor richtig zu verhalten“, sagt Ruf. „Dazu gehört, den Lehrpfad nicht zu verlassen, um Pflanzen und Tiere nicht zu beein-trächtigen. Aber auch wegen der eigenen Sicherheit.“ Ganz wichtig ist Ruf auch der Müll. Immer wieder sammelt er säckeweise Müll ein, den unachtsame Besucher des Moores einfach liegen lassen. Neben dem Müll machen Verinselung und Verlandung durch Baumaßnahmen Ruf die größten Sorgen: „Dieser Entwicklung müssen wir entgegenwirken.“Extra für die Kinder hatte der Moor-Ranger etwas getan, was sonst streng verboten ist: Er hatte im Weiher eine Reuse ausgelegt, mit der er Fische fing, die er den Kindern zeigen konnte, im wesentlichen Karauschen. Natürlich wurden die kleinen Fische danach wieder in den Weiher zurückgebracht.Zum Schluss der auch für einen Erwachsenen sehr informativen Moorwanderung sagt Ruf aus tiefster Überzeugung: „Das Schwarzenbrucker Moor ist ein Stück Natur, das es nur noch selten gibt. Damit es so bleibt, sollten wir alle mithelfen.“ NP